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Nein zur IstaG: Warum Warendorf keine interkommunale Wohnungsbau-Genossenschaft braucht
- und was wirklich das Problem ist
Am 5. Juni 2025 fand in Warendorf eine wichtige Ratssitzung statt, bei der es unter anderem um den möglichen Beitritt zur IstaG ging. Für viele Bürger und auch uns ist klar: Warendorf braucht die IstaG nicht. Das zeigte auch das Abstimmungsverhalten im Rat: Die FDP-Fraktion stimmte mit ihren drei Stimmen geschlossen gegen den Beitritt zur IstaG. Warum diese Entscheidung richtig war, liegt auf der Hand.
Die IstaG ist keine Ansiedlung im herkömmlichen Sinne, sondern eine interkommunale Genossenschaft in Gründung, die mehrere umliegende Kommunen vereinen soll. Man verspricht sich durch diesen Zusammenschluss Synergieeffekte im Wohnungsbau. Doch aus unserer Sicht ist sie keine notwendige Ergänzung für Warendorf. Der Wohnungsbau in unserer Stadt wird bereits bestens durch private Hände abgedeckt. Zahlreiche lokale Bauträger, Handwerksbetriebe und Projektentwickler sind in Warendorf aktiv. Sie kennen die Bedürfnisse der Warendorfer, sind fest in der Gemeinschaft verwurzelt und sichern zahlreiche Arbeitsplätze vor Ort.
Was könnte die IstaG also zusätzlich bieten, das nicht schon vorhanden ist? Aus unserer Sicht: Nichts, was Warendorf wirklich voranbringen würde. Vielmehr lenkt die Debatte um die Istag vom eigentlichen Kernproblem ab: Der Wohnungsbau in Warendorf scheitert nicht am mangelnden Willen privater Investoren, sondern an den hausgemachten Hürden, die eine überforderte und ineffiziente Verwaltung aufbaut.
Das eigentliche Nadelöhr: Das Warendorfer Bauamt
Es ist ein offenes Geheimnis, dass bauwillige Unternehmen und Privatpersonen in Warendorf auf eine harte Probe gestellt werden. Anstatt als dienstleistungsorientierter Partner zu agieren, wird das zuständige Bauamt zunehmend als Bremsklotz wahrgenommen. Die Gründe hierfür sind vielfältig:
Diese strukturellen Defizite führen dazu, dass das immense Potenzial der lokalen Bauwirtschaft nicht ausgeschöpft werden kann. Während also über neue, von außen gesteuerte Genossenschaftsmodelle debattiert wird, bleiben die eigentlichen Baustellen in der eigenen Verwaltung unbearbeitet. Es ist daher scheinheilig, den Schwarzen Peter der Wohnungsknappheit allein dem Markt zuzuschieben, wenn die öffentliche Hand selbst durch ihr Handeln – oder Nichthandeln – zur Verknappung beiträgt.
Ein weiterer entscheidender Punkt kommt hinzu: Die Gründung der IstaG erfordert finanzielle Mittel. Angesichts der aktuellen Haushaltssituation Warendorfs sind Gelder für solche Projekte schlichtweg nicht vorhanden oder könnten an anderer Stelle weitaus sinnvoller eingesetzt werden. Für den Beitritt zur IstaG wären nicht unerhebliche Mittel von derzeit vermutlich 3,6 Millionen Euro bis 2030 aufzubringen. Es ist unverantwortlich, in einer Zeit knapper Kassen finanzielle Risiken für ein Vorhaben einzugehen, das keinen echten Mehrwert für unsere Stadt schafft und bestehende Strukturen doppelt.
Wir setzen uns für eine Politik ein, die unsere bestehenden Unternehmen im Wohnungsbau unterstützt. Warendorf ist eine Stadt, die von Vielfalt und regionaler Stärke lebt. Lassen Sie uns diese Stärken bewahren und uns gemeinsam dafür einsetzen, dass unsere Stadt auch weiterhin ein attraktiver Standort für lokale Betriebe bleibt und finanzielle Mittel verantwortungsvoll eingesetzt werden.
Unsere Demokratie lebt vom Engagement der Bürgerinnen und Bürger - von Ihnen! Gerade in Zeiten weltweiter Krisenherde, Demokratie-verdruss und Rechtsruck ist es wichtiger denn je, dass sich mehr Menschen aktiv einbringen. Die Freien Demokraten bieten dazu zahlreiche Möglichkeiten - für jedes Zeitbudget.

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