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FDP Warendorf

Ortsverband

Aktuelles

Rathausecho vom 04.04.2020

Nichts ist mehr, wie es noch vor einem Monat war. Man hörte von einem
neuen Virus im weit entfernten China. Niemand konnte voraussehen, wie
schnell das auch unser Leben ändern würde. Noch am 9. März besichtigten
viele Ratsmitglieder und sachkundige Bürger das Brinkhausgelände. Eine
gute Woche später wurden schon alle Veranstaltungen abgesagt. Das
öffentliche Leben ist weitgehend zum Erliegen gekommen.
Seitdem ist die Stadt gespenstisch leer, Betrieb ist nur noch in den
Supermärkten und auf dem Wochenmarkt. Viele Unternehmen müssen
mangels Aufträgen um ihre Existenz bangen, viele Arbeitnehmer
Einkommensverluste hinnehmen. Die Menschen bleiben zu Hause.
Ein Virus, der für viele kaum gefährlich ist, bei anderen schwere
Krankheiten hervorrufen, auch tödlich sein kann, hat unser Leben
verändert. Warum die gesundheitlichen Auswirkungen so unterschiedlich
sind, kann niemand mit Sicherheit sagen. Nichts zu tun, ist deshalb ein
Spiel mit dem Feuer. So haben Regierungen und Verwaltungen schnell und
energisch – wenn auch nicht unbedingt rechtssicher – gehandelt. Die
weitaus meisten Mitbürger verhalten sich vernünftig, halten sich an die
Einschränkungen, bleiben sogar freiwillig in einem Ausmaß zu Hause, wie
es gar nicht verlangt wird.
Wie immer in Notzeiten, gibt es „Kriegsgewinnler“, Menschen , die aus
der Not ihren persönlichen Profit ziehen wollen. Sie bieten z.B.
Schutzmasken und Desinfektionsmittel zu Wucherpreisen an, decken sich
gefühlt für Jahre mit Toilettenpapier und Nudeln ein. Aber das sind
letztlich Ausnahmen. Viel ausgeprägter ist die große Welle der
Hilfsbereitschaft in allen Bereichen, sowohl von den etablierten
Ehrenamtlichen als auch von spontan gegründeten Gruppen.
Hilfsbedürftige werden in Warendorf nicht in Stich gelassen, wer Hilfe
haben will, bekommt sie. Vielen Dank Allen!
Die Art der politischen Tagesarbeit hat sich drastisch verändert. Alle Ratsund
Ausschußsitzungen sind abgesagt. Die zeitlich unbedingt zu treffenden
Entscheidungen werden gemäß der Gemeindeordnung vom Bürgermeister
und einem Ratsmitglied getroffen. Das bedeutet aber nicht Geheimpolitik
im Hinterzimmer. Die Vorlagen stehen im Internet auf der Homepage der
Stadt für jeden Bürger zur Einsicht. Die Fraktionen werden vor der
Entscheidung beteiligt. Fraktionssitzungen per Telefon oder
Videokonferenz abzuhalten, ist allerdings eine völlig neue Erfahrung.
Wie sich die Krise auf die Finanzen der Stadt auswirkt, ist noch nicht
abzusehen. Sicher wird es starke Einbußen bei den Steuereinnahmen
geben. Eine Haushaltssperre sollte der Kämmerer dennoch nicht
verhängen. In diesen für fast alle schwierigen Zeiten die öffentlichen
Ausgaben zu stoppen, würde die Probleme der heimischen Unternehmen
verschärfen. Diese haben der Stadt über Jahre hohe Steuereinnahmen
beschert, jetzt muß die Stadt ihren Beitrag dazu leisten, den Unternehmen
und ihren Beschäftigten zu helfen.
Die Lage ist sicher ernst, aber wir können und werden diese schwere Zeit
solidarisch überstehen. Bleiben Sie gesund!

H.G. Schöler
FDP-Fraktion

ABSAGE Orts- und Wahlparteitag

Sehr geehrte Damen und Herren,

unseren für Morgen (16.03.2020) geplanten Orts- und Wahlparteitag sagen wir hiermit - auf Beschluss des
Vorstandes von heute 12:00 Uhr - bis auf Weiters ab.

Einen neuen Termin werden wir rechtzeitig bekannt geben.

Aufgrund der massiven Verbreitung des Coronavirus (SARS-COV-2) werden zurzeit bundesweit, wie auch in NRW,
aber auch im Kreis Warendorf, alle nicht zwingend notwendigen Veranstaltungen abgesagt. Aus Verwantwortung
gegenüber unseren Mitgliedern und Gästen sagen wir auch wir unsere morgige Veranstaltung hiermit ab.

Für den Vorstand
Frank Hülsbusch
stellv. Ortsvorsitzender

Rathausecho vom 29.02.2020

Die Bürgerinnen und Bürger Warendorfs tappen größtenteils im Dunkeln. Abseits der größeren Straßen ,in den Wohngebieten, ist die Beleuchtung der Fußgängerwege und der Radwege so schlecht, dass - insbesondere in den frühen Abend-und Morgenstunden - die Verkehrssicherheit nicht mehr gewährleistet werden kann. Eltern lassen ihre Kinder mit Taschenlampen ausgerüstet den Weg zur Schule antreten und manch einer traut sich nicht mehr selbst kurze Wege zu Fuß zurückzulegen.
Insbesondere für Radfahrer, welche - z.B. an der Kardinal-von- Galenstraße - den durch das Wurzelwerk der Bäume verursachten Unebenheiten ausweichen müssen, ist eine angemessene Beleuchtung ein absolutes Muss.
Um Energie und in erster Linie Kosten einzusparen, ist vor Jahren im Zuge der Haushaltssicherung die Helligkeit der Straßenbeleuchtung zum Teil drastisch reduziert worden. Das hat schon damals zu heftigen Diskussionen geführt, aber die äußerst schwierige Finanzlage der Stadt liess dem Rat damals keine andere Möglichkeit, es musste überall gespart werden. Aufgrund der jetzigen guten finanziellen Situation unserer Kommune und aus klimapolitischen Gründen beantragt die FDP-Fraktion nun umgehend die beschleunigte Umrüstung der bestehenden Straßenbeleuchtung auf LED-Licht.
Die Anschaffungskosten bei LED- Beleuchtung sind allerdings erheblich höher als die Kosten konventioneller Beleuchtung. Untersuchungen zeigen jedoch, dass bereits über einen Zeitraum von fünf Jahren LED finanziell günstiger sein können und sich die hohen Anschaffungskosten durchaus schnell bezahlt machen. Die Energie- und die Wartungskosten werden deutlich sinken. Schon mittelfristig ergeben sich somit positive Auswirkungen für den städtischen Haushalt.
LED-Beleuchtung schützt die Umwelt durch Vermeidung von Lichtemissionen und hilft, Energie in erheblichem Ausmaß zu sparen und damit den CO2- Ausstoß zu verringern. Weißes LED-Licht ist technologiebedingt frei von UV- und Infrarotstrahlung und deshalb auch insektenfreundlich.
Eine von der FDP-Fraktion geforderte zügige Umrüstung auf eine flächendeckende moderne Straßenbeleuchtung mit LED- Technik steigert die Wohnqualität und die Zufriedenheit unserer Bürgerinnen und Bürger, insbesondere ihr Sicherheitsgefühl.
Wir verkennen nicht, dass die Umrüstung nicht auf einen Schlag geschehen kann. Dort, wo umgerüstet wird, werden Leuchtkörper frei. Können diese nicht übergangsweise dort wieder eingesetzt werden, wo eine Verbesserung der Beleuchtung besonders notwendig ist?

Dr. Beate Janinhoff
FDP-Fraktion

Blutspende

Diskriminierendes Blutspende-Verbot endlich aufheben

Angesichts der Ausbreitung des Coronavirus werden vielerorts die Blutkonserven knapp, da weniger Menschen zur Blutspende gehen . Dass dabei homo- und bisexuelle Männer sowie transgeschlechtliche Menschen von der Blut-, Plasma- und Knochenmarkspende weiterhin ...

Rathausecho vom 21.12.2019

Das Jahr 2019 neigt sich dem Ende zu und auch in der Politik geht es nun etwas ruhiger zu, nachdem der Haushaltsplan für 2020 mit großer Mehrheit in der letzten Woche verabschiedet wurde. Vieles ist erreicht worden: der 3. Bauabschnitt der Stadtstraße Nord kann nun fertiggestellt werden, das Baugebiet in de Brinke wird bald erschlossen, Kunstrasenplätze sind bzw. werden bald fertiggestellt , die Planungen zum Neubau des Hallenbades beginnen und die Renaturierung der Ems nimmt Fahrt auf. Vor diesem Hintergrund macht politische Arbeit Spaß. Man kann Vieles zum Wohle der Stadt mitgestalten! Jedoch nicht Alles, was die FDP sich für Warendorf im kommenden Jahr gewünscht hat, ist in Erfüllung gegangen, wie zum Beispiel die Senkung der Grundsteuer B, von der jeder Bürger profitiert hätte, oder die Einführung der Wertstofftonne. Aber auch das ist Politik! Unterschiedliche politische Parteien haben unterschiedliche Prioritäten und auch Vorstellungen, wie Warendorf gestaltet werden soll. Man muss die Argumente der anderen politischen Mitstreiter anhören und respektieren. Bei allen Wünschen und Begehrlichkeiten darf man jedoch nicht die finanziellen Möglichkeiten außer Acht lassen. Der Kauf der Emsinsel, den die Grünen beantragt haben, würde unsere derzeit noch gute finanzielle Situation auf Jahre hinaus in Schieflage bringen und kommende notwendige Investitionen in die Infrastruktur dieser Stadt unmöglich machen.
Im nächsten Jahr stehen wieder die Kommunalwahlen an und ich kann nach 15 Jahren Tätigkeit im Rat der Stadt Warendorf sagen: Machen Sie aktiv mit, engagieren Sie sich. Im Rat, in den Ausschüssen oder in den Fraktionen haben Sie die Möglichkeit, ihre Vorstellungen zur Gestaltung Warendorfs - unter Berücksichtigung der vorhandenen finanziellen Spielräume - einzubringen. Bevor es im Rat zu Beschlüssen kommt, wird oftmals vehement, jedoch immer mit großem Respekt vor der Meinung des politischen Mitstreiters diskutiert. Und häufig wird ein Kompromiss gefunden, mit dem jede Fraktion leben kann. Wir alle stehen ein für unsere freiheitlichen demokratischen Grundwerte und werden alles dafür tun, dass extremistische, menschenverachtende Positionen nicht Einzug halten im Rat unserer Stadt Warendorf.
In diesem Sinne wünscht die FDP - Fraktion allen Bürgern ein schönes und besinnliches Weihnachtsfest sowie Glück und Gesundheit im Neuen Jahr.

Dr. Beate Janinhoff
FDP – Fraktion

Haushaltsrede 2020

Es ist jedes Jahr das gleiche Dilemma! Ich darf als Letzter über den Haushaltsplan referieren und habe das Problem, Sie mit den gleichen Zahlen und Fakten langweilen zu müssen.
ABER …... es hat auch Vorteile liebe Ratskollegen, Sie können mir nicht spontan ( was selten vorkommt) in Ihren Reden widersprechen.

Der Haushalt 2020 ist trotz der umfangreichen Investitionen in den kommenden Jahren mit einem Ergebnis im Ergebnishaushalt von nur
-239.081 € wieder einmal gut aufgestellt und verspricht im Jahr 2021 mit einem plus von 1,24 Millionen sogar noch mehr. Auch hier ist dieses gute Ergebnis mal wieder dem heimischen Mittelstand bzw. den wiederum gestiegenen Gewerbesteuereinnahmen und dem gestiegenem Gemeindeanteil an der Einkommenssteuer zu verdanken.

Wäre es nun nicht an der Zeit den Bürgern dieser Stadt etwas zurückzugeben?
Wenn die finanzielle Lage einer Kommune schlecht ist, erhöht sie normalerweise die Steuern. So geschehen in Warendorf im Jahr 2017, als die Grundsteuer B von 433 auf 480 Prozentpunkte erhöht wurde. Eine erhebliche Belastung für jeden Bürger unserer Stadt. Hätte man 2017 gewusst, dass sich die finanzielle Lage der Stadt so positiv entwickelt, hätte man damals niemals die Steuer erhöht. In 2020 und darüber hinaus werden durch die Umwandlung von landwirtschaftlichen Flächen in Baugrundstücke und durch die Bereitstellung von ca. 750 neuen Wohneinheiten die Einnahmen durch die Grundsteuer B um mehrere 100.000 € steigen.
Was hindert uns daran nun, da Warendorf gut da steht, diese Steuererhöhung von 2017 zurückzunehmen und die Grundsteuer B moderat um 30 Prozentpunkte auf 450 v.H. zu senken? Das tut uns nicht weh!! Diese Steuerermäßigung werden in erster Linie die vielen Mieter und auch die Wohnungs- und Hauseigentümer - also ALLE Bürger dieser Stadt - direkt zu spüren bekommen.
In diesem Zusammenhang wundert es schon sehr, dass die FWG seinerzeit 2017 den Haushalt abgelehnt hat, mit der Begründung gegen die Erhöhung der Grundsteuer B zu sein, nun aber gegen unseren Antrag auf Senkung der Grundsteuer B stimmt. Kontinuität im politischen Handeln stelle ich mir anders vor.




Wir ALLE sind uns einig, dass auch eine kleine Stadt wie Warendorf sinnvoll auf die Herausforderungen des menschengemachten Klimawandels reagieren muss.
Befremdlich ist jedoch in diesem Zusammenhang die Antragswut der Grünen . Beflügelt durch die guten Wahlergebnisse und die berechtigte Angst vor den Folgen des Klimawandels, holen sie zu einem Rundumschlag in Sachen Klimaschutz aus, der teilweise doch recht schlecht durchdacht ist und an eine Panikreaktion denken lässt. Als Beispiel nenne ich hier den Antrag zur Mittelbereitstellung für ein Konzept zur Fassadenbegrünung oder die Einrichtung einer Fahrradstraße an der Kardinal-von- Galen -Straße und an der von- Kettler-Straße. Der Antrag zum kostenfreien Parken für E-PKWs ist schlichtweg ein Hohn und sozial ungerecht, denn ein teures E-AUTO kann sich zur Zeit vielleicht der besserverdienende Grüne leisten, jedoch nicht der Durchschnittsbürger.
Dieter Hildebrand sagte einmal : „Politik ist der Spielraum den die Wirtschaft ihr lässt“. Wer jedoch die Spielräume der Wirtschaft permanent beschneiden will, sägt den Ast ab auf dem wir alle sitzen. Die von den Grünen beantragte Streichung des städtischen Zuschusses für WiWa e.V. von 20.000 € ist nur ein Beispiel.
Die SPD spielt mit ihrem Antrag 150.000 € für Planungs - und Baukosten zum barrierefreien Umbau des alten Hallenbades in den Haushalt einzustellen, ein bisschen das Berliner Groko – Spiel . Wir haben hier in Warendorf einen mehrheitlichen Ratsbeschluss zum Neubau eines Hallenbades. Will die SPD nun gefasste Beschlüsse torpedieren,NACHVERHANDELN und mindestens 400.000 € für einen Umbau in ein Gebäude investieren, welches sowieso nach der heutigen Planung in 2023 abgerissen wird ?

Wir im Rat der Stadt Warendorf sind dafür zuständig, für WAS die Gelder, die so reichlich in das Stadtsäckel fließen, zum Wohle der Bürger ausgegeben werden sollen. Wir alle begrüßen eine Verbesserung bzw. einen Ausbau des Radwegenetzes, die Schaffung neuer Baugebiete ,die Bereitstellung neuer Gewerbegebiete sowie die Verbesserung unserer Schulen und Sportanlagen. Hier ist schon in den vergangenen Jahren einiges auf den Weg gebracht worden und da möchte ich auch im Namen meiner Fraktion der Verwaltung für die intensive Vorbereitung meinen herzlichsten Dank aussprechen.
Ich hoffe, dass dieser eingeschlagene Weg auch trotz erneuter Turbulenzen bzw. Vakanzen im Bauamt weiter reibungslos gegangen werden kann.
Winston Churchill hat einmal gesagt: „Demokratie ist die Notwendigkeit, sich gelegentlich den Ansichten anderer Leute zu beugen.“ oder anders ausgedrückt:“ Kompromisse sind der Klebstoff der Demokratie!“
Natürlich hätten wir gerne eine Mehrheit für unseren Antrag zur Senkung der Grundsteuer B erreicht – und ich kann Ihnen versichern wir werden uns auch im Haushaltsjahr 2021 wieder dafür einsetzen,dass die Bürger in dieser Hinsicht merkbar entlastet werden.
Der nächsten Haushaltsverabschiedung voraus geht die Kommunalwahl und ich wünsche mir, dass - auch während des sicherlich mit großem Engagements geführten Wahlkampfes - unser respektvoller Umgang miteinander erhalten bleibt. Lassen Sie uns den Schulterschluss wagen und dafür sorgen, dass die Atmosphäre in den Ausschüssen und im Rat zukünftig nicht von extremistischen Argumentationen beherrscht wird.
Auch wegen der doch größtenteils harmonischen Atmosphäre im Rat, wo trotz teilweiser gravierender Differenzen und Anschauungen der ehrenamtlich tätigen Ratsmitglieder, der Ton immer von gegenseitigem Respekt zeugt und ein überwiegender Anteil der Ratsbeschlüsse einstimmig gefällt wird, haben wir heute einen wohlkalkulierten verlässlichen Haushaltsplan zu verabschieden, den die FDP mittragen wird.

Dr. Beate Janinhoff
FDP- Fraktion

Exit-Strategie

Wir müssen heute schon an die Zeit nach Corona denken

Der Bundesschatzmeister der FDP, Hermann Otto Solms, ist sich mit Blick auf die Wirtschaft sicher: "Die Rezession wird kommen." Das ist keine Panikmache, sondern ein konstruktiver Aufruf an die Regierung: Diese sollte bereits heute Lösungen für die Zeit ...

Rathausecho vom 16.11.2019

„Heiliger Sankt Florian, verschon mein Haus, zünd andere an.“
Die Gegner der B 64n sind begeistert über den Beschluß des Rates zum Lückenschluß der Stadtstraße Nord. Im Rat haben die Grünen ihre Zustimmung damit begründet, dieser Lückenschluss könne die B 64n überflüssig machen. In Leserbriefen wird ins gleiche Horn gestoßen. Eine uneingeschränkt nutzbare Stadtstraße Nord werde aller Voraussicht nach die Planung sowie den Bau der Umgehungsstraße überflüssig machen.
Welche Belastung dann auf die Bewohner im Warendorfer Norden zukäme, ist diesen Gegnern der B 64n wohl egal.
Diese Logik setzt voraus, dass ein erheblicher Teil des bisherigen Verkehrs, insbesondere des Schwerlastverkehrs von der B 64 auf die Stadtstraße Nord geleitet würde. Dafür ist die Straße nicht geeignet. Es müssten erhebliche bauliche Veränderungen, insbesondere an den Kreisverkehren erfolgen.Und dann würden Lärmbelastungen entstehen, gegen die die bisherigen Lärmschutzwälle wohl nicht genügten . Entlang der Stadtstraße Nord lagen bei Baubeginn bereits große Baugebiete, Kindergärten und das Krankenhaus. Danach sind weitere Baugebiete enstanden, In de Brinke kommt in Kürze. Ein weiter Abstand zur Straße läßt sich nicht mehr herstellen. Die Stadtstraße Nord ist eine Stadtstraße und für den innerörtlichen Verkehr gebaut und nicht als Ersatzbundesstraße.
Es lohnt sich, mal wieder in den Vehrkehrsentwicklungsplan der Stadt Warendorf zu blicken. Darin heißt es:
„Die Ergebnisse der Netzberechnungen haben gezeigt, dass durch die B64n und die L547n deutliche Entlastungen sowohl der Ortsdurchfahrten als auch im städtischen Straßennetz zu erwarten sind. Für die Stadt Warendorf wären zwei Problemfelder mit höchster Priorität entschärft. Auf der anderen Seite stehen natürlich Belastungen in bisher weitgehend unbelasteten Bereichen. Die Neubelastungen können hier allerdings durch entsprechende bauliche Maßnahmen kompensiert werden...
Die Fertigstellung des 3. Bauabschnittes der Stadtstraße Nord wird das städtische Straßennetz im Norden der Kernstadt (insbesondere Andreasstraße, Galitzinstraße, Dr.-Rau-Allee) zusätzlich entlasten. Sie wird keinen Ersatz für den Bau der B64n bewirken, da auf der Ortsdurchfahrt merk- bare Entlastungen lediglich westlich der Andreasstraße zu erwarten sind. Somit kann empfohlen werden, die Umsetzung unabhängig von der Realisierung der B64n weiter zu verfolgen.“

Aus diesen Gründen – wir glauben nicht, schlauer zu sein als die Verkehrsgutachter – hat die FDP dem Weiterbau zugestimmt. Die Fraktionsvorsitzende der FDP hat aber ausdrücklich erklärt, wenn sich herausstellen sollte, dass die Stadtstraße Nord doch zu einer Umgehungsstraße würde und insbesondere von LKW in nennenswertem Umfang genutzt würde, müsse dies verhindert werden, z.B. durch ein Verbot des LKW-Durchgangsverkehrs. Die Bürger in den nördlichen Wohngebieten können sicher sein: die FDP wird sie nicht im Stich lassen.

Dr. Hans Günther Schöler, FDP-Fraktion

Rathausecho vom 12.10.2019

Es stimmt, der Antrag der FDP, die neue Sporthalle in Freckenhorst in Holzbauweise zu errichten,
hatte leider keinen Erfolg. Dabei kommt Holz, einer der ältesten Baustoffe der Welt in Europa zunehmend nicht nur für den individuellen Holzhausbau, sondern mit steigendem Anteil für den Zweckbau zum Einsatz. Mit eindrucksvollen Konstruktionen wird diese Tatsache europaweit belegt. In den skandinavischen Nachbarländern sind Sporthallen in Holzbauweise seit vielen Jahren obligatorisch. Die Holzbauweise dokumentiert Nachhaltigkeit und Ökologie im Sinne von Klimaschutz mit umweltschonenden Baumaterialien und ist in Kombination mit z.B. photokatalytisch ausgerüsteten Komplementärbaustoffen an Klimafreundlichkeit schwer zu überbieten. Holz ist gebundener Kohlenstoff und jeder beim Holzbau verwendete Kubikmeter Holz reduziert die CO²-Belastung der Atmosphäre um bis zu zwei Tonnen, wenn dadurch der Einsatz von weniger klimafreundlichen Materialien wie Beton, Stahl oder Glas reduziert werden kann. Eine Studie von Physiologen und dem Forscher Maximilian Moser an der Universität Graz hat nachgewiesen, dass Holz positiv auf die Herz-Kreislaufwerte und die Konzentrationsfähigkeit von Menschen wirkt. Deshalb hält der natürliche Rohstoff in immer mehr Kindergärten, Schulen und Büros Einzug und fördert dort die Lern- und Arbeitsatmosphäre. Die Baukosten eines Gebäudes in Holzbauweise liegen oftmals auf einem günstigerem Niveau als bei konventioneller Bauweise, denn die Kostenbilanz eines Holzgebäudes hängt wesentlich von dem industriellen Vorfertigungsgrad ab. So können Anforderungen aus dem Brandschutz, Schallschutz und Wärmeschutz auf die Lasteinwirkungen des Gebäudes abgestimmt werden um anschließend mit den ästhetischen Ansprüchen aus Architektur und Objektanforderung in Einklang gebracht zu werden. Übrigens, Schutz und Schönheit für Holzoberflächen werden heute durch Langzeit-Beschichtungssysteme aus dem Hightech-Labor erzielt. Zu guter Letzt wird die Konstruktion auf effiziente Bauabläufe und die technischen Möglichkeiten der ausführenden Betriebe optimiert, stets mit dem Ziel, die beste Lösung zu vernünftigen Preisen zu erreichen, insbesondere auch unter Einbeziehung regionaler, leistungsfähiger Holzbaubetriebe. Und, wir zitieren aus der Broschüre des „Deutscher Holzwirtschaftsrat“/DHWR: „Im Zweifel lässt sich das Äußere eines jeden Gebäudes aus Holz so gestalten, dass es sich optisch gut ins Ortsbild einfügt und nicht nach Holzbau aussehen muss, wenn der Bauträger keine attraktive Holzfassadengestaltung wünscht.“ Wir werden nicht nachlassen in Warendorf für das Bauen mit Holz zu plädieren und es ist wünschenswert – wie bereits in Köln, München und vielen anderen Städten und Gemeinden – neue Akzente für eine nachhaltige Stadtentwicklung, auch durch die Förderung des Holzbaus zu setzen. Die FDP und ihre Mitglieder schätzen intelligente Lösungen zum Klimaschutz höher ein als Verbote und Reglementierungen für die Bürger.

Antonius Tuschen
FDP-Ortsverband Warendorf


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